Über das Projekt
Interkommunale Stadt-Umland-Zusammenarbeit im Rahmen eines Kommunalverbundes Region Dresden
Die Stadt Dresden zusammen mit den Umlandgemeinden, also die Region Dresden, hat sich in den letzten 30 Jahren äußerst dynamisch entwickelt.
Wirtschaftlich hat sich die Stadt und die Region Dresden unter anderem zu einem Mikrotechnologiestandort und Zentrum der Halbleiterproduktion von nationaler, europäischer und sogar globaler Bedeutung entwickelt. Dieser Trend setzt sich weiterhin durch die Neuansiedlung großer Unternehmern und in der Planung von Erweiterungen der bereits am Standort Dresden etablierten Unternehmen fort.
Die oben genannten verschiedenen wirtschaftlichen Entwicklungen eröffnen somit Chancen für eine nachhaltige und erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung, sowohl für die Landeshauptstadt Dresden, als auch für die Städte und Gemeinden der Region. Es ergeben sich daraus aber auch eine Vielzahl an infrastrukturellen und sozialen Herausforderungen für die Städte und Gemeinden, zum Beispiel in den Bereichen soziale Infrastruktur, Verkehr, Wohnen oder der Vorhaltung und Entwicklung von Gewerbeflächen.
Um diese und weitere Entwicklungen zukünftig nachhaltig zu begleiten und gegebenenfalls erforderliche Flächenbedarfe raumverträglich zu decken, ist eine engere interkommunale Abstimmung der Akteure innerhalb der Region erforderlich.
In der Region Dresden existiert derzeit keine geeignete formalisierte Kooperationsstruktur beziehungsweise eine Plattform für einen strukturierten Dialog zu Stadt-Umland-Themen zwischen der Landeshauptstadt Dresden, den Städten und Gemeinden der weiteren Region und gegebenenfalls weiteren öffentlichen und privaten Akteuren. Damit gehört die Region Dresden nicht zu der Gruppe von 15 deutschen Stadtregionen mit einer Kernstadt ab ca. 500.000 Einwohnern, welche alle in Form einer stärker formalisierten und institutionalisierten Stadt-Umland-Zusammenarbeit organisiert sind.
Seitens des Freistaats, der Landkreise sowie der Städte und Gemeinden wurde die grundlegende Notwendigkeit erkannt, für die zukünftige Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden in der Region Dresden eine neue tragfähige und nachhaltig organisierte und finanzierte Kooperationsplattform in Form einer eigenständigen Körperschaft (Arbeitstitel "Kommunalverbund Region Dresden") zu schaffen. Diese soll dazu beitragen, die Ziele der Region Dresden im besten Sinne einer Stadt-Umland-Zusammenarbeit umzusetzen. Die Zusammenarbeit soll zudem als Motor für eine verstärkte, integrierte Gesamtentwicklung der Region dienen.
Im Folgenden wird eine solche Institution zunächst "Kommunalverbund Region Dresden" genannt. Hierzu ist eine geeignete öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche Rechtsform festzulegen und dann eine entsprechende Institution ab 2026 zu gründen.
Im Rahmen der Sächsischen Standortkonferenz "Mikroelektronik", die am 11. April 2024 in Radebeul stattfand, wurde die Erlebnisregion Dresden beauftragt, die Möglichkeiten einer neuen, stärker formalisierten Form der interkommunalen Stadt-Umland-Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden mit den Landkreisen in der Region Dresden ab dem Jahr 2026 im Rahmen eines vom Freistaat Sachsen über die Förderrichtlinie Regionalentwicklung (FR Regio) unterstützten Vorhabens zu untersuchen und gegebenenfalls vorzubereiten.
Als wesentliches Zwischenergebnis (Sommer 2025) bleibt festzuhalten, dass die Region zunächst als ein Raum von 96 Städten und Gemeinden in und mit den vier Landkreisen Bautzen, Meißen, Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge angesehen werden soll. Diese Raumabgrenzung ist aber bewusst nicht ausgrenzend gemeint. Die Initiative ist weiterhin offen auch für Städte und Gemeinden außerhalb des hier gezeigten Raumes.
Seit Sommer 2025 bis etwa Ende 2025 befindet sich die Region in einem intensiven Abstimmungsprozess zu Zielen und Inhalten einer zukünftigen Zusammenarbeit.