Wohnen und Leben in der Region Dresden

Wohnpotenzialanalyse für die Region Dresden

(KEM Mitteldeutschland GmbH, Juli 2025)

Im Nordraum Dresdens wird mit dem Bau der ESMC-Halbleiterfabrik (European Semiconductor Manufacturing Company als Unternehmenskooperation von TSMC, Bosch, Infineon und NXP Semi-conductors) und durch die geplanten Erweiterungen bereits ansässiger Mikroelektronik-Unternehmen inklusive entsprechender Zulieferindustrie und Serviceunternehmen der Halbleiterstandort von europaweiter Bedeutung nochmals erweitert.

In diesem Zusammenhang wird mit einem Zuzug von Fachkräften, einem Einwohnerwachstum sowie mit Auswirkungen auf das Angebot von Wohnraum gerechnet. Im Jahr 2025 wurde daher im Rahmen des Projektes eine Studie zu den Wohnbauflächenpotenzialen in der Region Dresden durchgeführt.

Zielsetzung der Studie
Ziels dieser Studie war es, die kurz- bis mittelfristigen realisierbaren Wohnpotenziale zu bestimmen. In der Analyse werden darunter Wohnpotenziale verstanden, welche bis zum Jahr 2035 aktiviert werden können.

Die Potenziale für Wohnen im Untersuchungsraum wurden für folgende sieben Kategorien erfasst:

  • Rechtswirksame Bebauungspläne
  • Bebauungspläne in Aufstellung
  • Genehmigte Flächennutzungspläne
  • Perspektivflächen
  • Potenziale nach § 34 BauGB
  • sonstige objektbezogene Aus- /Umbaupotenziale
  • Leerstand

Ergebnisse der Studie
Schlussendlich konnten nach Befragung der potenziellen Mitgliedskommunen der Region Dresden für insgesamt 71 Städte und Gemeinden die Wohnpotenziale ermittelt werden.

Die ermittelten Wohnpotenziale wurden anschließend mit den verkehrlichen Erreichbarkeiten des motorisierten Individualverkehrs (MIV) und öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zum Airportpark Dresden als Standort der großen Halbleiterunternehmen verschnitten. Zusammengefasst ergibt sich aus der Studie ein Gesamtwohnpotenzial von 73.400 Wohneinheiten, wovon etwa 48.500 Wohneinheiten bis 2035 realisierbar sind.

Vor allem durch die gute MIV-Anbindung des ESMC-Standortes in Dresden liegen in einem 30-Minuten-Radius rund zwei Drittel des bis 2035 aktivierbaren Wohnpotenzials.

Verbindung zur Studie der Arbeitskräfte- und Bevölkerungsentwicklung in der Region Dresden
Zwar lassen sich die Ergebnisse der Wohnpotenzialstudie (KEM) nicht verkürzt mit den Ergebnissen der Studie zu Arbeitskräfte- und Bevölkerungsentwicklung (CIMA) verschneiden, jedoch lassen sich deutliche Tendenzen ableiten.

Den ermittelten zukünftigen Arbeitsplätzen und neu zuziehenden Arbeitnehmern steht ein Mehrfaches an Wohnpotenzialen verschiedener Kategorien gegenüber. Ein erheblicher Anteil davon liegt in guter Erreichbarkeit (insbesondere für den motorisierten Individualverkehr) zum Airportpark im Dresdner Norden. Insofern lässt sich feststellen, dass es ausreichende Potenziale in der Region in Bestandsobjekten, Innentwicklungsflächen sowie in entwickelbaren Flächen gibt, die unterschiedlichen baurechtlichen Status haben. Insgesamt bedarf es also in erster Linie gemeinsamer Anstrengungen die verfügbaren Potenziale in der Region zu aktivieren.

Die Studie ist unter folgendem Link abrufbar: KEM-Studie